Ediciones bilingües: Don Quijote de la Mancha

      Don Quijote de la Mancha
         de Miguel de Cervantes Saavedra
Edición bilingüe, español-alemán, en textos paralelos
Bilingial Ausgabe Spanisch-Deutsch, in den paralell Texten
Traducción de Ludwig Braunfels.
Integrado en el sistema MGARCI
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Traducción bilingüe al: Alemán Francés Inglés Italiano
Capítulo XXII. Donde se da cuenta de la grande aventura de la cueva de Montesinos, que está en el corazón de la Mancha, a quien dio felice cima el valeroso don Quijote de la Mancha. 22. Kapitel Woselbst Bericht erstattet wird über das Abenteuer in der Höhle des Montesinos, welche sich im tiefsten Innern der Mancha befindet, und wie der mannhafte Don Quijote von der Mancha selbiges Abenteuer zu glückhaftem Ende geführt
Grandes fueron y muchos los regalos que los desposados hicieron a don Quijote, obligados de las muestras que había dado defendiendo su causa, y al par de la valentía le graduaron la discreción, teniéndole por un Cid en las armas y por un Cicerón en la elocuencia. El buen Sancho se refociló tres días a costa de los novios, de los cuales se supo que no fue traza comunicada con la hermosa Quiteria el herirse fingidamente, sino industria de Basilio, esperando della el mesmo suceso que se había visto; bien es verdad que confesó que había dado parte de su pensamiento a algunos de sus amigos, para que al tiempo necesario favoreciesen su intención y abonasen su engaño. Herrlich und reichlich war die Bewirtung und Pflege, die Don Quijote bei den Neuvermählten fand. Sie fühlten sich ihm verpflichtet ob der Proben seines Heldentums, die er als Verteidiger ihrer Sache abgelegt, und ebenso hoch wie seine Tapferkeit stellten sie seinen verständigen Geist, da sie ihn für einen Cid im Waffenwerk und für einen Cicero in der Beredsamkeit hielten. Der biedre Sancho erlustete sich drei Tage lang auf Kosten der jungen Eheleute. Von diesen erfuhr man, daß die angebliche Verwundung keineswegs ein mit der schönen Quitéria verabredeter Anschlag war, sondern ausschließlich eine List Basilios, der von ihr genau den Erfolg erhoffte, der wirklich eingetreten war. Allerdings gestand er ein, er habe einigen seiner Freunde Mitteilung von seinem Plan gemacht, damit sie im erforderlichen Augenblick seine Absicht unterstützen und seinem Trug nachhelfen könnten.
-No se pueden ni deben llamar engaños -dijo don Quijote- los que ponen la mira en virtuosos fines. »Das kann und darf man nicht Trug nennen«, sagte Don Quijote, »was tugendsame Ziele im Auge hat«;
Y que el de casarse los enamorados era el fin de más excelencia, advirtiendo que el mayor contrario que el amor tiene es la hambre y la continua necesidad, porque el amor es todo alegría, regocijo y contento, y más cuando el amante está en posesión de la cosa amada, contra quien son enemigos opuestos y declarados la necesidad y la pobreza; y que todo esto decía con intención de que se dejase el señor Basilio de ejercitar las habilidades que sabe, que, aunque le daban fama, no le daban dineros, y que atendiese a granjear hacienda por medios lícitos e industriosos, que nunca faltan a los prudentes y aplicados. und daß ein liebendes Paar sich vermähle, fügte er bei, sei das höchste, das edelste Ziel. »Dabei ist zu beachten«, fuhr er fort, »daß die größten Feinde, die die Liebe hat, Hunger und dauernde Not sind; denn die Liebe ist ganz und gar Freude, Ergötzen und Wonne, zumal wenn der Liebende im Besitz des geliebten Gegenstands ist, Not und Armut aber sind ihre erklärten Feinde.« Alles das, bemerkte er dann, sage er, um Señor Basilio zu bewegen, daß er von der Ausübung seiner Talente fürderhin abstehe; denn wenn sie ihm auch Ehre verschafften, so verschafften sie ihm doch kein Geld; er möge sich also darauf legen, mit den erlaubten Mitteln der Betriebsamkeit, an denen es verständigen und fleißigen Leuten nie fehle, Vermögen zu erwerben.
-El pobre honrado, si es que puede ser honrado el pobre, tiene prenda en tener mujer hermosa, que, cuando se la quitan, le quitan la honra y se la matan. La mujer hermosa y honrada, cuyo marido es pobre, merece ser coronada con laureles y palmas de vencimiento y triunfo. La hermosura, por sí sola, atrae las voluntades de cuantos la miran y conocen, y como a señuelo gustoso se le abaten las águilas reales y los pájaros altaneros; pero si a la tal hermosura se le junta la necesidad y la estrecheza, también la embisten los cuervos, los milanos y las otras aves de rapiña; y la que está a tantos encuentros firme bien merece llamarse corona de su marido. Mirad, discreto Basilio -añadió don Quijote-: opinión fue de no sé qué sabio que no había en todo el mundo sino una sola mujer buena, y daba por consejo que cada uno pensase y creyese que aquella sola buena era la suya, y así viviría contento. Yo no soy casado, ni hasta agora me ha venido en pensamiento serlo; y, con todo esto, me atrevería a dar consejo al que me lo pidiese del modo que había de buscar la mujer con quien se quisiese casar. Lo primero, le aconsejaría que mirase más a la fama que a la hacienda, porque la buena mujer no alcanza la buena fama solamente con ser buena, sino con parecerlo; que mucho más dañan a las honras de las mujeres las desenvolturas y libertades públicas que las maldades secretas. Si traes buena mujer a tu casa, fácil cosa sería conservarla, y aun mejorarla, en aquella bondad; pero si la traes mala, en trabajo te pondrá el enmendarla: que no es muy hacedero pasar de un estremo a otro. Yo no digo que sea imposible, pero téngolo por dificultoso. »Der Arme«, sagte er weiter, »der ein Mann von Ehre ist - sofern nämlich der Arme für einen Mann von Ehre erachtet werden kann -, besitzt einen Schatz, wenn er ein schönes Weib sein eigen nennt, und raubt man ihm diesen Schatz, so raubt und mordet man ihm seine Ehre. Ein Weib, das schön und ehrenhaft, wenn ihr Mann arm ist, verdient, mit den Lorbeern und Palmen des Siegs und Triumphes bekränzt zu werden. Die Schönheit für sich allein zieht alle an, die sie erschauen und kennenlernen, und wie auf eine wohlschmeckende Lockspeise schießen auf sie herab die königlichen Aare und anderes hochfliegendes Federspiel; aber wenn sich dieser Schönheit Not und Dürftigkeit gesellt, dann fallen auch die Raben sie an und die Habichte und die andern Raubvögel, und die Frau, die gegen soviel Angriffe fest bleibt, verdient wohl ihres Mannes Krone genannt zu werden. »Erwäget, verständiger Basilio«, fügte Don Quijote noch bei: »Es war die Meinung eines, ich weiß nicht welches Weisen, es gebe in der ganzen Welt nur eine einzige brave Frau; und er gab den Rat, jeder solle meinen und festiglich glauben, jene einzige brave sei eben die seine, dann werde er ein zufriedenes Leben führen. Ich bin nicht verheiratet, und bis jetzt ist es mir auch nicht in den Sinn gekommen zu heiraten, aber dessenungeachtet würde ich mich erkühnen, dem, der mich darum bäte, Rat zu erteilen, welchen Weg er bei der Wahl einer Frau einschlagen soll. Fürs erste würde ich ihm raten, mehr auf guten Namen zu sehen als auf Vermögen, denn das tugendhafte Weib erlangt einen guten Namen nicht bloß dadurch, daß sie tugendhaft ist, sondern dadurch, daß sie es auch scheint; die Ehre der Frau leidet weit mehr durch Unvorsichtigkeiten und freies Benehmen in der Öffentlichkeit als durch heimliche Schlechtigkeiten. Wenn du eine tugendsame Frau in dein Haus führst, so ist es wohl leicht, sie in ihrer Tugend zu erhalten, ja sie darin noch vorzüglicher zu machen; aber führst du eine schlechte heim, so wird es dir große Mühsal bereiten, sie zu bessern; denn es ist nicht leicht, von einem Äußersten zum andern überzugehen. Ich sage nicht, es sei unmöglich, aber ich halte es für schwer.«
Oía todo esto Sancho, y dijo entre sí. Alles dies hörte Sancho mit an und sprach zu sich selber:
-Este mi amo, cuando yo hablo cosas de meollo y de sustancia suele decir que podría yo tomar un púlpito en las manos y irme por ese mundo adelante predicando lindezas; y yo digo dél que cuando comienza a enhilar sentencias y a dar consejos, no sólo puede tomar púlpito en las manos, sino dos en cada dedo, y andarse por esas plazas a ¿qué quieres boca? ¡Válate el diablo por caballero andante, que tantas cosas sabes! Yo pensaba en mi ánima que sólo podía saber aquello que tocaba a sus caballerías, pero no hay cosa donde no pique y deje de meter su cucharada. Dieser mein Herr, wenn ich von etwas rede, das Hand und Fuß hat, pflegt zu sagen, ich könnte eine Kanzel zur Hand nehmen und in der Welt herumziehn und allerhand Schönes predigen; ich aber sage von ihm, wenn er anfängt, Sprüche aneinanderzureihen und Ratschläge zu erteilen, kann er nicht nur eine Kanzel zur Hand nehmen, sondern zwei auf jeden Finger, und kann auf den Marktplätzen umher reden gehn, Herz, was begehrst du. Hol dich der Kuckuck, was für ein fahrender Ritter bist du, daß du so vieles weißt und verstehst! Ich dachte in meinem Sinn, er wisse weiter nichts, als was sein Rittertum angeht; aber es gibt gar nichts, woran er nicht pickt und seinen Schnabel hineinsteckt.
Murmuraba esto algo Sancho, y entreoyóle su señor, y preguntóle: Sancho murmelte das ein wenig lauter; sein Herr hörte etwas davon und fragte ihn:
-¿Qué murmuras, Sancho. »Was murmelst du vor dich hin, Sancho?«
-No digo nada, ni murmuro de nada -respondió Sancho-; sólo estaba diciendo entre mí que quisiera haber oído lo que vuesa merced aquí ha dicho antes que me casara, que quizá dijera yo agora: "El buey suelto bien se lame". »Ich sage nichts, ich murre über nichts«, antwortete Sancho; »ich sagte nur so bei mir, was Euer Gnaden da gesprochen hat, hätte ich vor meiner Verheiratung hören sollen; dann würde ich vielleicht jetzo sagen: Der Ochs, der nicht im Joche steckt, sieh, wie sich der behaglich leckt.«
-¿Tan mala es tu Teresa, Sancho? -dijo don Quijote. »Ist denn deine Teresa so schlimm, Sancho?« fragte Don Quijote.
-No es muy mala -respondió Sancho-, pero no es muy buena; a lo menos, no es tan buena como yo quisiera. »Sie ist nicht besonders schlimm«, antwortete Sancho, »aber auch nicht besonders gut; wenigstens ist sie nicht so gut, wie ich es wünschte.«
-Mal haces, Sancho -dijo don Quijote-, en decir mal de tu mujer, que, en efecto, es madre de tus hijos. »Du tust übel daran, Sancho«, sagte Don Quijote, »wenn du von deiner Frau schlecht sprichst; am Ende ist sie doch die Mutter deiner Kinder.«
-No nos debemos nada -respondió Sancho-, que también ella dice mal de mí cuando se le antoja, especialmente cuando está celosa, que entonces súfrala el mesmo Satanás. »Wir bleiben einander nichts schuldig«, entgegnete Sancho; »auch sie spricht von mir nichts Gutes, wenn es ihr einfällt, besonders wenn sie eifersüchtig ist; alsdann mag's der Teufel mit ihr aushaken.«
Finalmente, tres días estuvieron con los novios, donde fueron regalados y servidos como cuerpos de rey. Pidió don Quijote al diestro licenciado le diese una guía que le encaminase a la cueva de Montesinos, porque tenía gran deseo de entrar en ella y ver a ojos vistas si eran verdaderas las maravillas que de ella se decían por todos aquellos contornos. El licenciado le dijo que le daría a un primo suyo, famoso estudiante y muy aficionado a leer libros de caballerías, el cual con mucha voluntad le pondría a la boca de la mesma cueva, y le enseñaría las lagunas de Ruidera, famosas ansimismo en toda la Mancha, y aun en toda España; y díjole que llevaría con él gustoso entretenimiento, a causa que era mozo que sabía hacer libros para imprimir y para dirigirlos a príncipes. Finalmente, el primo vino con una pollina preñada, cuya albarda cubría un gayado tapete o arpillera. Ensilló Sancho a Rocinante y aderezó al rucio, proveyó sus alforjas, a las cuales acompañaron las del primo, asimismo bien proveídas, y, encomendándose a Dios y despediéndose de todos, se pusieron en camino, tomando la derrota de la famosa cueva de Montesinos. Drei volle Tage blieben die beiden nun bei den Neuvermählten und wurden da gepflegt und bedient wie die Prinzen. Don Quijote bat den fechtkundigen Lizentiaten, ihm einen Führer zu verschaffen, der ihn zur Höhle des Montesinos geleiten sollte; denn er hatte ganz besondre Lust, in diese einzudringen und mit eigenen Augen zu sehen, ob die Wunder wahr seien, die man in der ganzen Umgegend von ihr erzählte. Der Lizentiat versprach, ihm einen Vetter von sich mitzugeben, einen studierten Mann von großen Verdiensten und besonderen Liebhaber von Ritterbüchern; dieser werde ihn sehr gern bis an den Eingang der besagten Höhle bringen und ihm auch die Ruidera-Seen zeigen, die ebenfalls in der ganzen Mancha, ja in ganz Spanien berühmt seien. Er fügte hinzu, der Ritter würde angenehme Unterhaltung bei ihm finden, denn der junge Mann verstehe sich darauf, Bücher zu schreiben, die geeignet seien, gedruckt und fürstlichen Personen gewidmet zu werden. Der Vetter kam denn auch bald auf einer trächtigen Eselin heran, deren Sattel mit einem bunten Teppich oder einer Decke belegt war. Sancho sattelte Rosinante, richtete seinen Grauen und versorgte seinen Zwerchsack, welchem der ebenfalls wohlgefüllte des Vetters Gesellschaft leistete, und sich dem lieben Gott befehlend und von allen Abschied nehmend, begaben sie sich auf den Weg und schlugen die Richtung nach der weltberühmten Höhle des Montesinos ein.
En el camino preguntó don Quijote al primo de qué género y calidad eran sus ejercicios, su profesión y estudios; a lo que él respondió que su profesión era ser humanista; sus ejercicios y estudios, componer libros para dar a la estampa, todos de gran provecho y no menos entretenimiento para la república; que el uno se intitulaba el de las libreas, donde pinta setecientas y tres libreas, con sus colores, motes y cifras, de donde podían sacar y tomar las que quisiesen en tiempo de fiestas y regocijos los caballeros cortesanos, sin andarlas mendigando de nadie, ni lambicando, como dicen, el cerbelo, por sacarlas conformes a sus deseos e intenciones. Unterwegs fragte Don Quijote den Vetter, welcher Art und Beschaffenheit seine Arbeiten, sein Beruf und seine Studien seien. Darauf antwortete dieser, sein Beruf sei die Beschäftigung mit den schönen Wissenschaften; seine Arbeiten und Studien bestünden darin, Bücher für den Druck zu schreiben, der Allgemeinheit zu großem Nutzen und nicht minder zum Vergnügen. Eines derselben heiße Das Buch von den Rittertrachten, wo er siebenhundertunddrei solche Trachten mit ihren Farben, Wahlsprüchen und sinnbildlichen Zeichen schildere, aus denen die Ritter am Hofe alle ihnen beliebigen bei Festen und Ergötzlichkeiten auswählen und entnehmen könnten, ohne sie erst von jemandem erbetteln und sich, wie man wohl sagt, den Kopf zerbrechen zu müssen, um etwas ihren Wünschen und Absichten Entsprechendes auszusinnen.
-Porque doy al celoso, al desdeñado, al olvidado y al ausente las que les convienen, que les vendrán más justas que pecadoras. Otro libro tengo también, a quien he de llamar Metamorfóseos, o Ovidio español, de invención nueva y rara; porque en él, imitando a Ovidio a lo burlesco, pinto quién fue la Giralda de Sevilla y el Ángel de la Madalena, quién el Caño de Vecinguerra, de Córdoba, quiénes los Toros de Guisando, la Sierra Morena, las fuentes de Leganitos y Lavapiés, en Madrid, no olvidándome de la del Piojo, de la del Caño Dorado y de la Priora; y esto, con sus alegorías, metáforas y translaciones, de modo que alegran, suspenden y enseñan a un mismo punto. Otro libro tengo, que le llamo Suplemento a Virgilio Polidoro, que trata de la invención de las cosas, que es de grande erudición y estudio, a causa que las cosas que se dejó de decir Polidoro de gran sustancia, las averiguo yo, y las declaro por gentil estilo. Olvidósele a Virgilio de declararnos quién fue el primero que tuvo catarro en el mundo, y el primero que tomó las unciones para curarse del morbo gálico, y yo lo declaro al pie de la letra, y lo autorizo con más de veinte y cinco autores: porque vea vuesa merced si he trabajado bien y si ha de ser útil el tal libro a todo el mundo. »Denn«, sagte er, »ich gebe dem Eifersüchtigen, dem Verschmähten, dem Vergessenen und dem Abwesenden diejenigen, die für ihn passen, Trachten, die ihnen allen gerecht und also nicht sündhaft sind. Ich habe auch noch ein Buch unter der Feder, das Die Verwandlungen oder der spanische Ovid heißen soll, von neuer und ganz eigentümlicher Erfindung; denn darin ahme ich Ovid in burlesker Weise nach und stelle dar, was die Giralda von Sevilla und der Engel der Magdalena war, was der Graben von Vecingusrra zu Córdoba, was die Stiere von Guisando, die Sierra Morena, die Brunnen in den Gemarkungen von Leganitos und Lavapiés, nicht zu vergessen den Läusebrunnen, den goldenen Brunnen und den der Priorin; und das alles mit den zugehörigen Allegorien, poetischen Figuren und Verwandlungen, so daß es zu gleicher Zeit unterhält, spannt und belehrt. Noch ein anderes Buch habe ich, mit dem Titel Ergänzungen zu Polydorus Vergilius, das von der Erfindung der Dinge handelt; es ist ein Buch von großer Gelehrsamkeit und tiefem Studium, da ich alles Wesentliche, was Polydorus übergangen hat, ergründe und in artiger Weise darstelle. Polydorus Vergilius hat zum Beispiel vergessen, uns zu berichten, wer zuerst auf der Welt den Schnupfen hatte, wer zuerst Einreibungen gebraucht hat, um sich von der Franzosenkrankheit zu heilen, und ich berichte es aufs genaueste und beweise es mit mehr als einem Viertelhundert Quellenschriftstellern; da kann Euer Gnaden ersehn, ob ich tüchtig gearbeitet habe und ob das Buch nicht der ganzen Welt von Nutzen sein muß.«
Sancho, que había estado muy atento a la narración del primo, le dijo. Sancho, der den Mitteilungen des Vetters sehr aufmerksam gefolgt war, sprach zu ihm:
-Dígame, señor, así Dios le dé buena manderecha en la impresión de sus libros: ¿sabríame decir, que sí sabrá, pues todo lo sabe, quién fue el primero que se rascó en la cabeza, que yo para mí tengo que debió de ser nuestro padre Adán. »Sagt mir doch, Señor, so wahr Euch Gott Euer Glück mir der Bücherschreiberei machen lasse, wißt Ihr auch - aber sicher werdet Ihr es wissen, denn Ihr wißt ja alles -, wer war der erste, der sich den Kopf gekratzt hat? Ich meine, es muß unser Stammvater Adam gewesen sein.«
-Sí sería -respondió el primo-, porque Adán no hay duda sino que tuvo cabeza y cabellos; y, siendo esto así, y siendo el primer hombre del mundo, alguna vez se rascaría. »Der wird es wirklich gewesen sein«, entgegnete der Vetter; »denn ohne Zweifel hat Adam Kopf und Haar gehabt, und da dem so ist und da er der erste Mensch auf Erden war, wird er sich auch manchmal gekratzt haben.«
-Así lo creo yo -respondió Sancho-; pero dígame ahora: ¿quién fue el primer volteador del mundo. »Das glaub ich auch«, sprach Sancho darauf; »aber sagt mir jetzt, wer hat den ersten Purzelbaum auf der Welt geschlagen?«
-En verdad, hermano -respondió el primo-, que no me sabré determinar por ahora, hasta que lo estudie. Yo lo estudiaré, en volviendo adonde tengo mis libros, y yo os satisfaré cuando otra vez nos veamos, que no ha de ser ésta la postrera. »Wahrlich, lieber Freund«, antwortete der Vetter, »das kann ich jetzt im Augenblick nicht sagen, bevor ich es studiert habe; ich will es aber studieren, sobald ich heimkehre, wo ich meine Bücher habe, und will Euch Bescheid geben, wenn wir uns das nächstemal wiedersehn, denn dies wird gewiß nicht das letztemal sein.«
-Pues mire, señor -replicó Sancho-, no tome trabajo en esto, que ahora he caído en la cuenta de lo que le he preguntado. Sepa que el primer volteador del mundo fue Lucifer, cuando le echaron o arrojaron del cielo, que vino volteando hasta los abismos. »Nun, so hört, Señor«, versetzte Sancho, »Ihr braucht Euch damit nicht zu plagen, denn eben bin ich draufgekommen, wie meine Frage zu beantworten ist. Wisset also, den ersten Purzelbaum auf der Welt hat Luzifer geschlagen; als man ihn aus dem Himmel hinausstieß oder hinabstürzte, schlug er lauter Purzelbäume, bis er in den höllischen Abgrund hinabpurzelte.«
-Tienes razón, amigo -dijo el primo. »Du hast recht, Freund«, sagte der Vetter.
Y dijo don Quijote. Und Don Quijote sprach:
-Esa pregunta y respuesta no es tuya, Sancho: a alguno las has oído decir. »Diese Frage und diese Antwort sind nicht auf deinem Acker gewachsen, Sancho; du hast sie von jemandem einmal gehört.«
-Calle, señor -replicó Sancho-, que a buena fe que si me doy a preguntar y a responder, que no acabe de aquí a mañana. Sí, que para preguntar necedades y responder disparates no he menester yo andar buscando ayuda de vecinos. »Seid nur still, Señor«, erwiderte Sancho; »denn wahrhaftig, wenn ich mich einmal aufs Fragen und Antworten verlege, so werde ich von jetzt bis morgen früh nicht fertig. Ja, so ist's, denn um Dummheiten zu fragen und Narreteien zu antworten, brauche ich keine Nachbarshilfe.«
-Más has dicho, Sancho, de lo que sabes -dijo don Quijote-; que hay algunos que se cansan en saber y averiguar cosas que, después de sabidas y averiguadas, no importan un ardite al entendimiento ni a la memoria. »Du hast vernünftiger gesprochen, Sancho, als du selber weißt«, versetzte Don Quijote. »Es gibt Leute, die sich abmühen, Dinge zu lernen und zu ergründen, die ihrem Verstand und Gedächtnis keinen Deut frommen.«
En estas y otras gustosas pláticas se les pasó aquel día, y a la noche se albergaron en una pequeña aldea, adonde el primo dijo a don Quijote que desde allí a la cueva de Montesinos no había más de dos leguas, y que si llevaba determinado de entrar en ella, era menester proverse de sogas, para atarse y descolgarse en su profundidad. Unter diesen und andern erheiternden Gesprächen verging ihnen dieser Tag, und zur Nacht nahmen sie in einem Dörfchen Herberge, wo der Vetter zu dem Ritter sagte, es sei von da bis zur Höhle des Montesinos nicht weiter als zwei Meilen, und wenn er entschlossen sei, sie zu besichtigen, müsse er sich mit Seilen versehen, um sich festzubinden und sich in ihre Tiefe hinabzulassen.
Don Quijote dijo que, aunque llegase al abismo, había de ver dónde paraba; y así, compraron casi cien brazas de soga, y otro día, a las dos de la tarde, llegaron a la cueva, cuya boca es espaciosa y ancha, pero llena de cambroneras y cabrahígos, de zarzas y malezas, tan espesas y intricadas, que de todo en todo la ciegan y encubren. En viéndola, se apearon el primo, Sancho y don Quijote, al cual los dos le ataron luego fortísimamente con las sogas; y, en tanto que le fajaban y ceñían, le dijo Sancho. Don Quijote erwiderte, wenn sie auch bis hinab zum Höllenschlund reiche, wolle er doch sehen, wohin sie führe. So kauften sie denn etwa hundert Klafter Seil, und am nächsten Tage gelangten sie um zwei Uhr nachmittags an die Höhle, deren Eingang geräumig und weit ist, aber umzogen von Dornbüschen und wilden Feigen, von Brombeersträuchern und mancherlei Gestrüpp, alles so dicht und ineinander verwachsen, daß es den Eingang gänzlich verdeckte und unsichtbar machte. Als man die Höhle erblickte, stiegen der Vetter, Sancho und Don Quijote ab, und man band alsbald den letzten so fest als möglich; und während man ihn umschnürte und umgürtete, sagte Sancho zu ihm:
-Mire vuestra merced, señor mío, lo que hace: no se quiera sepultar en vida, ni se ponga adonde parezca frasco que le ponen a enfriar en algún pozo. Sí, que a vuestra merced no le toca ni atañe ser el escudriñador desta que debe de ser peor que mazmorra. »Bedenket, Euer Gnaden, Herre mein, was Ihr tut; begehret doch nicht, Euch selber lebendig zu begraben, und steigt nicht da hinunter, wo Ihr ausseht wie eine Flasche, die man zum Kühlen in einen Brunnen hinabtut; ja, es geht Euch nichts an und ist Eure Sache nicht, den Forscher in dieser Höhle zu spielen, die da gewiß ärger ist als ein unterirdischer Sklavenkerker in Algier.«
-Ata y calla -respondió don Quijote-, que tal empresa como aquésta, Sancho amigo, para mí estaba guardada. »Binde fest und schweige still«, erwiderte Don Quijote; »ein Unternehmen wie dieses war mir vorbehalten.«
Y entonces dijo la guía. Jetzt sagte der Führer:
-Suplico a vuesa merced, señor don Quijote, que mire bien y especule con cien ojos lo que hay allá dentro: quizá habrá cosas que las ponga yo en el libro de mis Transformaciones. »Flehentlich bitte ich Euch, Señor Don Quijote, beobachtet und spähet mit hundert Augen, was dort im Innern verborgen ist; vielleicht findet sich da manches, was ich in meinem Buch von den Verwandlungen anbringen kann.«
-En manos está el pandero que le sabrá bien tañer -respondió Sancho Panza. »Die Trommel ist in Händen, die sie schon gut rühren werden«, sprach Sancho Pansa.
Dicho esto y acabada la ligadura de don Quijote -que no fue sobre el arnés, sino sobre el jubón de armar-, dijo don Quijote: Hierauf und nachdem Don Quijote ringsum gebunden war, nicht über dem Harnisch, sondern über dem Waffenrock, sprach der Ritter:
-Inadvertidos hemos andado en no habernos proveído de algún esquilón pequeño, que fuera atado junto a mí en esta mesma soga, con cuyo sonido se entendiera que todavía bajaba y estaba vivo; pero, pues ya no es posible, a la mano de Dios, que me guíe. »Wir haben unvorsichtig gehandelt, daß wir uns nicht mit einer kleinen Schelle versahen, die man dicht bei mir an demselben Seil angebunden und bei deren Ton man vernommen hätte, daß ich noch immer abwärts gleite und am Leben bin; jedoch, da es nicht mehr möglich ist, so befehle ich mich in Gottes Hände, sie mögen mich leiten.«
Y luego se hincó de rodillas y hizo una oración en voz baja al cielo, pidiendo a Dios le ayudase y le diese buen suceso en aquella, al parecer, peligrosa y nueva aventura, y en voz alta dijo luego. Und alsbald warf er sich auf die Knie, richtete mit leiser Stimme ein Gebet zum Himmel und flehte zu Gott, ihm beizustehen und ihm guten Erfolg in diesem offenbar gefahrvollen und noch nicht dagewesenen Abenteuer zu gewähren. Darauf sprach er mit lauter Stimme:
-¡Oh señora de mis acciones y movimientos, clarísima y sin par Dulcinea del Toboso! Si es posible que lleguen a tus oídos las plegarias y rogaciones deste tu venturoso amante, por tu inaudita belleza te ruego las escuches, que no son otras que rogarte no me niegues tu favor y amparo, ahora que tanto le he menester. Yo voy a despeñarme, a empozarme y a hundirme en el abismo que aquí se me representa, sólo porque conozca el mundo que si tú me favoreces, no habrá imposible a quien yo no acometa y acabe. »O Herrin meiner Handlungen und Empfindungen, strahlende, unvergleichliche Dulcinea von Toboso, so es möglich ist, daß die Gebete und flehentlichen Anrufungen dieses deines glückhaften Verehrers zu deinen Ohren gelangen, so flehe ich dich bei deiner unsagbaren Schönheit an, daß du ihnen lauschest, denn sie haben keinen andern Inhalt, als daß sie bitten, du wollest mir deinen Schutz und Beistand anjetzo nicht versagen, wo ich dessen so sehr benötigt bin. Ich bin eben im Begriff, mich in den Abgrund, der sich hier vor mir auftut, zu werfen, zu stürzen, zu versenken, lediglich damit die Welt erkenne, daß, wenn du mir beistehst, es keine Unmöglichkeit gibt, an die ich mich nicht wage und die ich nicht besiege.«
Y, en diciendo esto, se acercó a la sima; vio no ser posible descolgarse, ni hacer lugar a la entrada, si no era a fuerza de brazos, o a cuchilladas, y así, poniendo mano a la espada, comenzó a derribar y a cortar de aquellas malezas que a la boca de la cueva estaban, por cuyo ruido y estruendo salieron por ella una infinidad de grandísimos cuervos y grajos, tan espesos y con tanta priesa, que dieron con don Quijote en el suelo; y si él fuera tan agorero como católico cristiano, lo tuviera a mala señal y escusara de encerrarse en lugar semejante. Mit diesen Worten trat er an die Öffnung heran; allein er sah, daß es nicht möglich war, sich hinabzulassen oder sich Zugang zu verschaffen, wenn nicht mit voller Gewalt der Arme oder mit Schwerthieben. So nahm er denn sein Schwert zur Hand und begann das Gestrüpp, das den Eingang zur Höhle verdeckte, abzuschlagen und wegzuräumen, und bei dem Krachen und Brechen schwirrte eine unendliche Menge der größten Raben und Krähen in so dichter Schar und so pfeilschnell heraus, daß sie Don Quijote zu Boden warfen. Hätte er ebensoviel auf Vorbedeutungen gehalten wie auf seinen katholischen Glauben, so würde er das für ein böses Vorzeichen erachtet und es unterlassen haben, sich an einem solchen Ort einzukerkern.
Finalmente se levantó, y, viendo que no salían más cuervos ni otras aves noturnas, como fueron murciélagos, que asimismo entre los cuervos salieron, dándole soga el primo y Sancho, se dejó calar al fondo de la caverna espantosa; y, al entrar, echándole Sancho su bendición y haciendo sobre él mil cruces, dijo. Er indessen stand wieder auf, und als er sah, daß keine Raben mehr herausflogen noch andre Nachtvögel, wie Fledermäuse, die mit den Raben aufgeflogen waren, befahl er dem Vetter und Sancho, das Seil nachzulassen, und glitt allmählich zum Grund der schaurigen Höhle hinab. Im Augenblick, wo er in die Mündung einfuhr, gab ihm Sancho seinen Segen, schlug tausendmal das Kreuz über ihn und sagte:
-¡Dios te guíe y la Peña de Francia, junto con la Trinidad de Gaeta, flor, nata y espuma de los caballeros andantes! ¡Allá vas, valentón del mundo, corazón de acero, brazos de bronce! ¡Dios te guíe, otra vez, y te vuelva libre, sano y sin cautela a la luz desta vida, que dejas por enterrarte en esta escuridad que buscas. »Gott und die Heilige Jungfrau vom Frankenfels mögen dich geleiten, samt der Heiligen Dreifaltigkeit von Gaeta, du Blume und Glanzpunkt und Silberblick der fahrenden Ritter! Du gehst dahin, du gewaltigster Haudegen auf Erden, du Herz von Stahl und Arm von Erz; noch einmal fleh ich, Gott geleite dich und bringe dich frei, gesund und sonder Gefährde zurück an das Licht dieses Lebens, das du verlassest, um in dieser Finsternis, die du aufsuchst, dich zu vergraben.«
Casi las mismas plegarias y deprecaciones hizo el primo. Der Vetter erging sich in denselben Gebeten und Fürbitten.
Iba don Quijote dando voces que le diesen soga y más soga, y ellos se la daban poco a poco; y cuando las voces, que acanaladas por la cueva salían, dejaron de oírse, ya ellos tenían descolgadas las cien brazas de soga, y fueron de parecer de volver a subir a don Quijote, pues no le podían dar más cuerda. Con todo eso, se detuvieron como media hora, al cabo del cual espacio volvieron a recoger la soga con mucha facilidad y sin peso alguno, señal que les hizo imaginar que don Quijote se quedaba dentro; y, creyéndolo así, Sancho lloraba amargamente y tiraba con mucha priesa por desengañarse, pero, llegando, a su parecer, a poco más de las ochenta brazas, sintieron peso, de que en estremo se alegraron. Finalmente, a las diez vieron distintamente a don Quijote, a quien dio voces Sancho, diciéndole. Inzwischen rief Don Quijote öfters, sie möchten mehr Seil und immer mehr Seil nachlassen, und sie taten es sacht und allmählich; als sein Rufen, das aus der Höhle wie aus einer Röhre heraufscholl, nicht mehr zu hören war, hatten sie bereits die hundert Klafter Seil hinabgelassen, und sie dachten, man müsse Don Quijote wieder heraufziehen, da sie kein Seil mehr nachzugeben hatten. Dessenungeachtet warteten sie etwa eine halbe Stunde lang, und erst nach Verfluß dieser Zeit begannen sie das Seil wieder aufzuwinden; allein dies geschah sehr leicht, und ohne daß sie das geringste Gewicht verspürten, so daß sie daraus schlössen, Don Quijote sei unten geblieben, und Sancho, der dies wirklich glaubte, weinte bitterlich und zog so rasch wie möglich, um sich der Wahrheit zu vergewissern. Als sie aber beim Aufwinden, ihrer Berechnung nach, bis zu etwas mehr als achtzig Klafter gekommen waren, spürten sie ein Gewicht und freuten sich darob über die Maßen. Endlich, bei zehn Klaftern, erblickten sie Don Quijote und konnten ihn deutlich erkennen. Sancho schrie ihm entgegen:
-Sea vuestra merced muy bien vuelto, señor mío, que ya pensábamos que se quedaba allá para casta. »Glückselige Rückkehr, gnädiger Herr! Wir dachten schon, Ihr wäret da unten geblieben auf Nimmerwieder-sehn!«
Pero no respondía palabra don Quijote; y, sacándole del todo, vieron que traía cerrados los ojos, con muestras de estar dormido. Tendiéronle en el suelo y desliáronle, y con todo esto no despertaba; pero tanto le volvieron y revolvieron, sacudieron y menearon, que al cabo de un buen espacio volvió en sí, desperezándose, bien como si de algún grave y profundo sueño despertara; y, mirando a una y otra parte, como espantado, dijo. Allein Don Quijote antwortete keine Silbe, und als sie ihn vollends heraufgezogen, sahen sie, daß er die Augen geschlossen hatte und allen Anzeichen nach von tiefem Schlafe befangen war. Sie legten ihn auf den Boden nieder und banden ihn los, aber trotz alledem wachte er nicht auf. Indessen wendeten sie ihn hin und wendeten ihn her, schüttelten und rüttelten so lange, bis er endlich nach geraumer Weile wieder zu sich kam und sich reckte und streckte, als erwache er eben aus einem schweren tiefen Traume; er sah sich wie in jähem Schreck nach allen Seiten um und sprach:
-Dios os lo perdone, amigos; que me habéis quitado de la más sabrosa y agradable vida y vista que ningún humano ha visto ni pasado. En efecto, ahora acabo de conocer que todos los contentos desta vida pasan como sombra y sueño, o se marchitan como la flor del campo. ¡Oh desdichado Montesinos! ¡Oh mal ferido Durandarte! ¡Oh sin ventura Belerma! ¡Oh lloroso Guadiana, y vosotras sin dicha ijas de Ruidera, que mostráis en vuestras aguas las que lloraron vuestros hermosos ojos. »Verzeih es euch Gott, meine Freunde! Ihr habt mich aus dem köstlichsten Leben, aus dem lieblichsten Schauspiel hinweggerissen, so je ein menschlich Wesen erlebt und erschaut hat. In der Tat, jetzt erst erkenne ich es völlig, daß alle Freuden dieses Lebens wie Schatten und Traum vergehen oder wie die Blume des Feldes verwelken. O unseliger Montesinos! O du wundgeschlagener Durandarte! O du glückverlassene Belerma! O tränenfeuchter Guadiana, und ihr auch, ihr von Unheil Getroffenen, ihr Töchter der Ruidera, ihr, deren Wasserströme zeigen, wieviel Tränenströme Eure schönen Augen geweint!«
Escuchaban el primo y Sancho las palabras de don Quijote, que las decía como si con dolor inmenso las sacara de las entrañas. Suplicáronle les diese a entender lo que decía, y les dijese lo que en aquel infierno había visto. In äußerster Spannung horchten der Vetter und Sancho auf Don Quijotes Worte, die er mit unsäglichem Schmerz sich aus dem tiefsten Herzen zu reißen schien. Sie baten ihn flehentlich, ihnen den Sinn seiner Äußerungen zu erklären und ihnen zu sagen, was er in jener Hölle gesehen habe.
-¿Infierno le llamáis? -dijo don Quijote-; pues no le llaméis ansí, porque no lo merece, como luego veréis. »Hölle nennt ihr's?« entgegnete Don Quijote. »Nein doch, nennt es nicht so, denn den Namen verdient die Höhle nicht, wie ihr gleich sehen werdet.«
Pidió que le diesen algo de comer, que traía grandísima hambre. Tendieron la arpillera del primo sobre la verde yerba, acudieron a la despensa de sus alforjas, y, sentados todos tres en buen amor y compaña, merendaron y cenaron, todo junto. Levantada la arpillera, dijo don Quijote de la Mancha. Er bat, ihm etwas zu essen zu geben, denn er habe großen Hunger. Sie legten die Decke des Vetters auf das grüne Gras, machten sich an den Proviant in ihren Zwerchsäcken, setzten sich alle drei in treuer Liebe und Kameradschaft zusammen und nahmen ihr Vesperbrot und ihr Abendessen in einer Mahlzeit ein. Sobald alsdann die Decke wieder weggenommen war, sprach Don Quijote von der Mancha:
-No se levante nadie, y estadme, hijos, todos atentos. »Es stehe mir keiner vom Platze auf, Kinder; hört mir aufmerksam